Minimalisten vom Kaiserstuhl
Der RSC Bulls Bahlingen bleibt in dieser Saison immernoch ungeschlagen. Am Samstag empfing man den Mitfavoriten um die Landesligameisterschaft 2012, die Blue Arrows aus Sasbach. Die Bulls starteten mit drei Reihen und versuchten so zunächst Kräfte zu sparen. In den ersten beiden Dritteln blieb es in den eigenen Reihen trotz ständigem Rückstand ruhig und man spielte konzentriert das eigene Tempo und konzentrierte sich stets auf sich selbst. Die Bulls vertrauten ihren eigenen Fähigkeiten und blieben so auch immer in Schlagdistanz. Nach dem zweiten Drittel und einem 5:4 Rückstand, stellte man wie geplant, auf zwei Reihen um und zog das Tempo an. Dieser kurzen Drangphase hatte Sasbach nicht viel entgegenzusetzen und so gelang es aus dem Rückstand eine 7:5 Führung zu machen. Wer jetzt aber dachte das Spiel sei gelaufen, der täuschte sich. Möglicherweise waren sich die Bahlinger nun zu sicher und es schlichen sich einige Fehler ein. Dank einer überragenden Torwartleistung von Meik Brinckemper, gelang den Sasbachern lediglich ein weiterer treffer und die Bulls fuhren mit dem 7:6 Sieg die ersten beiden Punkte des Wochenendes ein.
Keine 24 Stunden später, gab die Reservemannschaft der Merdingen Panthers ihre Visitenkarte in der Silberberghalle ab. Die Bulls ließen diesmal von Anfang an alle drei Reihen spielen und gaben der dritten Reihe viel Zeit zum spielen. Je länger das Spiel dauerte, desto deutlicher wurde, dass eine gute Reihe nicht reicht um ein Spiel zu gewinnen. Die Merdinger mit einer recht guten ersten Reihe, machten immer mal wieder Druck auf das Bahlinger Tor und erzielten so auch einige Treffer. Die zweite Reihe mit den Ex-Bahlingern A.Minov und L.Minov agierte völlig ohne "Biss", kassierte einige Gegentreffer und war der Schwachpunkt der Merdinger. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen, was letztendlich die Bulls mit 10:6 für sich entscheiden konnten. Die Meinungen zu den beiden Spielen werden mit Sicherheit auseinander gehen, die einen werden sagen Glück gehabt die anderen werden sich jedoch selbstbewusst äußern und sagen: "Ein gutes Pferd springt nur so Hoch wie es auch muss" oder "einem Fisch muss man auch gelegentlich Schnur geben um ihn dann an Land zu ziehen". Alles in allem, kann man mit der Punkteausbeute zufrieden sein und am Ende wird es keinen Interessieren, wie man zu den gewonnen Punkten gekommen ist. Nun heißt es wieder Kräfte sammeln und am kommenden Samstag die nächsten zwei punkte bei den Breisgau Beasts einzufahren.